Kein Licht im Garten
Wenn die Sonne untergeht, beginnt für viele Tiere die wichtigste Zeit des Tages. Fledermäuse gehen auf Nahrungssuche, Nachtfalter bestäuben Blüten und viele andere Lebewesen orientieren sich am natürlichen Wechsel von Tag und Nacht.
Künstliches Licht im Garten kann diesen Rhythmus stören. Insekten werden von Lampen angezogen, Vögel und andere Tiere verlieren die Orientierung, und auch Pflanzen reagieren auf dauerhaftes Licht mit Veränderungen ihres natürlichen Wachstums.
Machen Sie mit und schenken Sie der Nacht ihre Dunkelheit zurück! Schalten Sie Gartenbeleuchtung nur dann ein, wenn sie wirklich benötigt wird, oder verzichten Sie zeitweise ganz darauf. So schaffen Sie wertvolle Lebensräume für Tiere und unterstützen natürliche Abläufe in Ihrem Garten.
Jede dunkle Nacht zählt – für mehr Artenvielfalt und einen gesunden Garten im Einklang mit der Natur.
Mitmachen ist einfach:
- Außenbeleuchtung ausschalten oder reduzieren
- Bewegungsmelder statt Dauerbeleuchtung nutzen
- Warmweißes, insektenfreundliches Licht bevorzugen
- Die natürliche Dunkelheit genießen
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für den Schutz der Nacht und die Vielfalt des Lebens in unseren Gärten.
„Jeder Garten, der nachts nicht beleuchtet ist, ist wertvoll. Für den Artenschutz und für den Umweltschutz. Denn jedes Kunstlicht, das die Dunkelheit erhellt, ist Licht zur falschen Zeit. Es setzt allen Lebewesen erheblich zu und schadet. Erst recht in Naturräumen, wo die Dichte an Leben besonders hoch ist. Den tagaktiven Lebewesen raubt das nächtliche Licht den Schlaf und damit die Erholung. Die nachtaktiven Lebewesen werden in ihrem Tun gestört, irritiert, abgelenkt oder verdrängt. Insekten sterben gar am Licht. Den meisten Menschen ist alles das nicht bewusst. So schön Gartenbeleuchtung vielleicht aussehen mag: sie hat nachts in der Natur einfach nichts zu suchen! Erst recht nicht, wenn sich niemand im Garten aufhält“.
– Paten der Nacht –