Bodenbearbeitung
Die Bodenbearbeitung im Kleingarten sollte schonend und nachhaltig erfolgen. Anstatt den Boden umzugraben, was die Bodenschichten durcheinanderbringt und das Bodenleben stört, ist es besser, den Boden zu lockern und zu belüften. Mulchen mit organischem Material schützt den Boden, hält ihn feucht und unterdrückt Unkraut. Eine Gründüngung im Herbst verbessert die Bodenstruktur und reichert den Boden mit Nährstoffen an.
Grundsätzliche Überlegungen:
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Nachhaltigkeit:Anstatt den Boden umzugraben, was die Bodenschichten durcheinander bringt und das Bodenleben stört, sollte der Fokus auf dem Lockern und Belüften liegen, so die Landesstelle für Kleingartenwesen.
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Bodenleben:Ein gesundes Bodenleben ist entscheidend für fruchtbaren Boden. Durch schonende Bodenbearbeitungsmethoden wird dieses gefördert.
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Bodenverbesserung:Die Zufuhr von organischem Material wie Kompost, Mist, Hornspäne oder Gründüngung verbessert die Bodenstruktur und den Nährstoffgehalt und führt zu einer höheren Bodenfruchtbarkeit.
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Bodenbedeckung:Mulchen schützt den Boden vor Austrocknung, Erosion und Unkrautwuchs und fördert das Bodenleben.
Konkrete Maßnahmen:
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Boden lockern:Anstatt umzugraben, kann der Boden mit Geräten wie dem Sauzahn, Kultivator oder einer Grabegabel gelockert werden.
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Kompost und Mist:Reifer Kompost und abgelagerter Mist sind wertvolle organische Dünger, die in den Boden eingearbeitet werden können.
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Gründüngung:Säen Sie im Herbst Pflanzen wie Roggen, Klee oder Phacelia aus, um den Boden zu verbessern und Nährstoffe anzureichern. Die Pflanzen können im Frühjahr als Dünger in den Boden eingearbeitet werden. Pflanzen wie Klee, Raps oder Sonnenblumen können auch als Gründüngung ausgesät werden.
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Mulchen:Eine Schicht aus organischem Material wie Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch schützt den Boden und unterdrückt Unkrautwuchs.
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Bodenart berücksichtigen:Je nach Bodenart (Sand-, Lehm-, Tonboden) sind unterschiedliche Methoden und Geräte zur Bodenbearbeitung geeignet.
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Fruchtfolge:Eine abwechslungsreiche Bepflanzung im Garten (Fruchtfolge) hilft, den Boden gesund zu halten und Schädlinge sowie Krankheiten vorzubeugen.
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Regelmäßige Kontrolle:Beobachten Sie Ihren Garten regelmäßig, um frühzeitig auf Veränderungen im Boden oder Pflanzenwuchs reagieren zu können.
Werkzeuge für die Bodenbearbeitung:
- Spaten: Zum Ausheben von Pflanzlöchern, Gräben oder zum Lockern des Bodens.
- Grabegabel: Zum Lockern des Bodens, ohne ihn umzudrehen.
- Kultivator: Zum Auflockern und Belüften des Bodens.
- Sauzahn: Eine Art Grubber, der den Boden lockert, ohne ihn umzuwälzen.
- Harke: Zum Einebnen des Bodens und zum Einarbeiten von Dünger.
- Rechen: Zum Entfernen von Laub und Unkraut.
Zusätzliche Tipps:
- Führen Sie vor der Bodenbearbeitung eine Fingerprobe durch, um die Beschaffenheit des Bodens zu beurteilen.
- Verwenden Sie hochwertige Materialien für die Bodenverbesserung.
- Vermeiden Sie es, den Boden im Herbst zu lockern, da dies zu Nährstoffverlusten führen kann.
- Berücksichtigen Sie beim Gemüseanbau Fruchtfolge und Mischkultur, um den Boden zu schonen und Schädlinge zu vermeiden.
- Vor der Bodenbearbeitung sollten unerwünschte Pflanzen entfernt werden, um die Nährstoffkonkurrenz zu minimieren.
- Achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu nass oder gefroren ist, um eine effektive Bearbeitung zu ermöglichen.
- Bevorzugen Sie schonende Methoden, die das Bodenleben wenig stören.